Bauchpilze
Stinkmorchel

Lamellenpilze/Faserblättler
Fliegenpilz
Grünspanträuschling
Hallimasch
Parasol
Perlpilz
Rötlicher Holzritterling
Schopftintling

Leistenpilze

Porlingsähnliche/Schichtpilze
Fichtenporling
Filzporling

Röhrlingsverwandte
Gallenröhrling
Goldröhrling
Maronenröhrling
Steinpilz

Schlauchpilze
Herbstlorchel

Sprödblättler

Früher ins Pflanzenreich eingeordnet, bilden Pilze heute ein eigenständiges Reich mit etwa 10.000 Großpilzarten und einer Vielfalt an Formen und Farben – sind also weder Pflanzen noch Tiere. Die Systematik ist etwas schwierig, erscheint manchmal auch nicht recht logisch, macht bei genauerem Hinsehen aber Sinn.
Für Pilzsammler/innen sind oft nur die Pilzarten interessant, die später in der Pfanne landen sollen. Eine sichere richtige Bestimmung ist hierbei unerlässlich, denn manch essbarer Pilz hat einen ähnlich aussehenden giftigen Doppelgänger. Fehler können also fatale Folgen haben. Der Spruch "Alle Pilze sind essbar, manche aber nur einmal" ist ja bekannt.

Pilze sehen nicht nur schön aus oder schmecken lecker, sie sind auch von großer Bedeutung im Naturkreislauf. Ein schonender Umgang mit den faszinierenden Wesen sollte deshalb selbstverständlich sein. Dazu gehört die Entnahme von Speisepilzen nicht über den normalen Eigenverbrauch hinaus und, dass Gift- oder unbekannte Pilze nicht einfach ausgerissen oder umgestoßen werden.
Was die Frage "ausdrehen oder abschneiden" betrifft, so gibt es unterschiedliche Meinungen. Wichtig ist, dass das Netz von Wurzeln, das Myzel, welches den eigentlichen Pilz bildet, nicht beschädigt wird.
Ich persönlich schneide den Fruchtkörper ab, wenn das Herausdrehen nicht gerade aus Bestimmungsgründen nötig ist. Entstandene Vertiefungen decke ich mit Laub oder Erdreich ab. Ausserdem putze ich die Pilze schon im Wald etwas vor, zu Hause noch anfallende Pilzabfälle trage ich in den Wald zurück, damit soviel Sporen wie möglich in der Natur verbleiben.

Die Einordnung in die Systematik der Arten in den Pilz-Portraits erfolgte auf Grundlage von Rita Lüder, Grundkurs Pilzbestimmung, 4. Auflage 2015, Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co Wiebelsheim, sowie auf dem Kosmos-Naturführer "Essbare Pilze und ihre giftigen Doppelgänger" von Hans E. Laux, 3. Auflage 1992, Franckh-Kosmos-Verlags-GmbH & Co. Stuttgart

Die Namen der Pilze wurden nach bestem Wissen mit Fehlervorbehalt angegeben, Angaben zu Giftigkeit oder Essbarkeit erfolgen ohne Garantie, es wird auf einschlägige Pilzbücher und/oder örtliche Pilzberatung verwiesen.

Aktualisiert 11/2016