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Stäfa

In den Jahren 2011 und 2012 führte mich die Arbeit nach Stäfa. Der Ort liegt ewa 20 Kilometer von Zürich entfernt auf der "Sonnenseite" des Zürichsees und ist die größte Weinbaugemeinde im Kanton Zürich.

Der Blick auf den See mit den Inseln Ufenau und Lützelau, und natürlich auf die meist schneebedeckten Berge ist großartig.
Ufenau ist übrigens mit 112,645 m² die größte Schweizer Insel! Und Vrenelisgärtli (2.904 m) ist einer der meistbestiegenen Gipfel in den Glarner Alpen.
Bei guter Sicht reicht der Blick bis zum rund 47 Kilometer Luftlinie entfernten Alpsteinmassiv mit dem Säntis (2.501,9 m) in den Appenzeller Alpen.

Johann Wolfgang von Goethe weilte im Herbst 1797 in Stäfa, wo er seinen Freund, den Maler Johann Heinrich Meyer, besuchte. Eine Gedenktafel am Gasthaus "Alte Krone" und das Goethebänkli erinnern daran.

Walensee

Der für mich schönste "Arbeitsweg" führte über die Schweizer Rheintalautobahn und das Sarganserland vorbei am Walensee. Es war jedes Mal eine witterungstechnische Überraschung beim Verlassen des letzten Tunnels vor dem schön gelegenen Parkplatz direkt über dem See. Nicht immer waren die Berge auf der Nordseite des Walensees gut zu sehen, aber manchmal präsentierten sich Churfirsten und Sichelchamm (2.269 m) in den Appenzeller Alpen durchaus eindrucksvoll.

Surrein

Im August 2011 hatten wir Fortbildung in Surrein (Graubünden). In der Landessprache Romanisch (Rätoromanisch, Bündnerromanisch) heißt die Gemeinde Sumvitg. Flächenmäßig ist Graubünden der größte, mit einer Einwohnerzahl von etwa 193.400 aber der am wenigsten besiedelte Schweizer Kanton.

Während unserem Aufenthalt in Surrein spendierte die Firma einen traumhaften Ausflug zum Lukmanierpass, einem 1.915 m hohen Schweizer Alpenpass zwischen den Kantonen Graubünden und Tessin. Sehenswert dort sind u.a. die Kapelle Sontga Maria und die Marienfigur, der Stausee Lai da Sontga Maria und Murmeltiere, die wir aber leider nur gehört haben.

Am 31. August hieß es Abschied nehmen von Surrein, Viva la Grischa!

Einsiedeln

Am 7. September habe ich an meinem freien Nachmittag auf den sonst üblichen Spaziergang am Pfäffikersee verzichtet und das Kloster Einsiedeln besucht.
Die Gemeinde Einsiedeln liegt im Kanton Schwyz und ist ein bedeutender Wallfahrtsort auf dem Jakobsweg. Die Klosterkirche mit der Kapelle der Schwarzen Madonna selbst ist Anziehungspunkt für unzählige Pilger und Touristen.

Um 835 baute der Benediktinermönch Meinrad, um 800 in Schwaben geboren, im "Finsteren Wald" eine Kapelle. Der Legende nach wurde Meinrad am 21. Januar 861 von zwei Räubern erschlagen. Zwei Raben sollen die Mörder verfolgt und mit ihrem Krähen überführt haben. Die "Meinradsraben" sind auf dem Wappen von Einsiedeln abgebildet.

934 wurde die Benediktinerabtei gegründet, der Barockbau von Kaspar Moosbrugger entstand 1704 bis 1735. Die Stiftskirche mit ihren ca. 60 Meter hohen Doppeltürmen gilt als die bedeutendste Barockkirche der Schweiz.

Auf dem Klosterplatz steht der Marien- oder Fraubrunnen mit der vergoldeten Statue der Gottesmutter Maria.

Im Kloster leben heute ca. 50 Mönche. Außerdem beherbergt das Kloster die Stiftsschule Einsiedeln als Gymnasium des Kantons Schwyz und allgemeines humanistisches Gymnasium. Der Marstall im Kloster Einsiedeln ist das älteste Gestüt in Europa.

Im Ortsteil Eschbach von Einsiedeln befindet sich das Skisprung-Trainingszentrum der Schweiz mit der Simon-Ammann- und der Andreas-Küttel-Schanze.

Goldau

2. November 2012: An diesem trüben freien Nachmittag ging es in den Natur- und Tierpark Goldau im Kanton Schwyz.

Im Jahr 1806 begruben bei einer Naturkatastrophe, dem sogenannten Goldauer Bergsturz, vom Rossberg stürzende Gesteinsmassen die Dörfer Goldau und Röthen. In der Folge entstand eine wilde Landschaft, in der Natur- und Tierfreunde um 1925 begannen, einen Tierpark für einheimische Säugetiere und Vögel zu errichten.

Die Anlage bietet für Besucher Kontakt zu Tieren oft auch ohne Gitter, doch ebenso auch ausreichend Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere.

Im Natur- und Tierpark Goldau werden seltene Säugetiere und Vögel in Erhaltungszuchtprogrammen gezüchtet, so u. a. Waldrapp und Bartgeier. Das Bartgeierpaar Mascha und Hans hat 2015 bereits das zwölfte Junge ausgebrütet und ist so nicht unerheblich an Ansiedelung der im Alpenraum bereits ausgestorbene Greifvogelart beteiligt.

Die Rückfahrt von Goldau nach Stäfa führt vorbei am Lauerzersee, mit einer Maximaltiefe von 14 m einer der flachsten Schweizer Seen. Dahinter zu sehen das Rigi-Massiv in den Schwyzer Voralpen mit der Rigi-Kulm (1.797,5 m ü. M.).
Die Mythen in den Schwyzer Alpen mit den beiden Felspyramiden Kleiner (1.811 m) und Großer Mythen (1.898 m) sind Wahrzeichen des Kantonshauptortes Schwyz.

Sihlwald

9. November 2012: Besuch im Naturerlebnispark Zürich.

Das Naturschutzgebiet Sihlwald gehört zum Wildnispark Zürich und ist der erste national anerkannte Naturerlebnispark der Schweiz. Mit den umliegenden Wäldern bildet der Sihlwald den zusammenhängenden Laubmischwald des Schweizer Mittellandes zwischen Jura und Alpen. Die Sihl ist der größte Nebenfluss der Limmat.

Die Fahrt geht von Meilen aus am rechten Zürichseeufer, der so genannten "Goldküste", mit der Fähre über den Zürichsee nach Horgen. Diese Route erspart den Weg über Rapperswil bzw. durch Zürich und damit jede Menge Zeit und bietet für damals 9 CHF einen tollen Rundblick über den See.

Aktualisiert 08/2018