Ordnung Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung Fliegen (Brachycera)

Die Ordnung Zweiflügler teilt sich in die Unterordnungen Mücken (Nematocera) und Fliegen (Brachycera).
Bei Zweiflüglern sind nur die zwei vorderen der sonst bei Insekten vorhandenen vier Flügel für den "Flugbetrieb" ausgebildet. Das hintere Flügelpaar ist auf kleine Stummel, die sogenannten Schwingkölbchen, reduziert, und dient lediglich der Stabilisierung des Fluges.
Zweiflügler verfügen über gut ausgebildete Facettenaugen.

Innerhalb der Unterordnung Fliegen gehört die Familie der Schwebfliegen zu meinen Lieblingsinsekten.
Schwebfliegen sind ausgesprochene Flugkünstler, die mit bis zu 300 Flügelschlägen in der Sekunde in der Luft stehen oder blitzartig im Vor- oder Rückwartsgang manövrieren können. Je nach Art beträgt ihre Größe 4 mm bis 20 mm.
Schwebfliegen stechen oder beißen nicht. Sie haben weder einen Stachel wie Bienen und Wespen, noch einen Stechrüssel wie Mücken. Ihre Mundwerkzeuge sind wie kleine Tupfer, mit denen sie ihre Nahrung auflecken und einsaugen. Erwachsene Schwebfliegen ernähren sich ausschließlich von Nektar und Pollen und sind deshalb neben Bienen die wichtigsten Bestäuber.
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Familie Schnepfenfliegen (Rhagionidae)

Goldgelbe Schnepfenfliege (Rhagio tringarius)
Benninger Ried, 27.05.2017; durchsichtige Flügel, Thorax grau mit Längsstreifen auf der Oberseite, schwarzer Fleck auf den Hinterleibsegmenten.


Familie Schwebfliegen (Syrphidae)

Gemeine Dolden-Schwebfliege (Myathropa florea)
Stäfa, Schweiz, 11.08.2012; weibliches Exemplar;
Auf Grund der weißen Zeichnungen auf dem Thorax wird die Gemeine Doldenschwebfliege auch Totenkopfschwebfliege genannt. Wie bei fast allen Schwebfliegen stoßen beim Männchen die Augen zusammen, während sie beim Weibchen getrennt sind.

Gemeine Garten-Schwebfliege (Syrphus ribesii)
Jettingen-Scheppach, 22.07.2010;

Gemeine Keilfleckschwebfliege (Eristalis pertinax)
Hirsehaus (Bayerischer Wald), 04.08.2007;

Gemeine Sonnenschwebfliege (Helophilus pendulus)
Werdau, 21.09.2011; Größe 10 bis 12 mm, vier helle Streifen auf dem Thorax, bräunliches Schildchen, Einbuchtung an den Flügeln; die Larven leben in Schlammwasser und ernähren sich von organischen Abfällen.

Gemeine Stiftschwebfliege (Sphaerophoria scripta)
Nussbaumen, Schweiz, 24.09.2015;

Gemeine Waldschwebfliege (Volucella pellucens)
Hirsehaus (Bayerischer Wald), 03.08.2007; Ringwil (Schweiz), 24.06.2011;
erkennbar an der hellen Binde auf dem zweiten Hinterleibssegment und den auffälligen dunklen Streifen auf den Flügeln; die Augen des Weibchens sind getrennt, während sie beim Männchen zusammenstoßen; bevorzugter Lebensraum Waldränder, Lichtungen, auch offenes Gelände vom Flachland bis in die Mittelgebirge, gelegentlich auch in Gärten zu finden; ernähren sich von Nektar, Pflanzensaft und Pollen.

Gestreifte Waldschwebfliege (Dasysyrphus albostriatus)
Tussenhausen, 14.08.2015; gelbe Flecken auf dem Hinterleib teilweise verbunden, Schildchen gelb, zwei graue Längsstreifen auf dem Thorax; 8 bis 11 mm groß Larven ernähren sich von Blattläusen.

Glänzende Keilfleckschwebfliege (Eristalis rupium)
Hinterkappelen, Schweiz, 24.10.2015; dunkle, zickzackförmige Flügelbinde.

Große Sumpfschwebfliege (Helophilus trivittatus)
Pfäffikersee, Auslikon, Schweiz, 15.06.2012, Tussenhausen, 07.07.2016;
auch Große Schmuckschwebfliege genannt; Größe 11 bis 17 mm; vier Längsstreifen auf dem Thorax; Flugzeit Mai bis Oktober; auf blumenreichen Wiesen zu finden, ernähren sich von Pollen und Nektar.

Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus)
Wüstenbrand, 01.08.2010; Werdau, 15.07.2014;
Die Hain-Schwebfliege war Insekt des Jahres 2004. Sie ist außerordentlich nützlich, da ihre Larven im letzten Larvenstadium bis zu 80 Blattläuse pro Tag vertilgen können.

Mistbiene (Eristalis tenax)
Lanzarote, 16.06.2009, männliches Exemplar, Tussenhausen, weibliches Exemplar;
wird auch als Scheinbiene bezeichnet; mit bis zu 18 Millimetern eine der großen Schwebfliegen; Weibchen haben die gelben Flecken nur auf dem zweiten, Männchen auf dem zweiten und dritten Hinterleibssegment; weltweit verbreitet, vor allem in ländlichen Gebieten; Flugzeit März bis Oktober, die Weibchen können überwintern.

Mittlere Keilfleckschwebfliege (Eristalis interrupta)
Werdau, 05.08.2013;

Gewürfelte Tanzfliege
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Familie Tanzfliegen (Empididae)

Gewürfelte Tanzfliege (Empis tesselata)
Tussenhausen, 16.05.2017; braune Flügel an der Wurzel gelblich;

Helle Tanzfliege (Empis livida)
Jettingen-Scheppach, 29.06.2007;


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Aktualisiert 06/2017