Ordnung Eintagsfliegen (Ephemeroptera)

Eintagsfliegen, auch Maifliegen genannt, gehören neben den Libellen zu den ursprünglichsten Fluginsekten (Pterygota).
In Mitteleuropa gibt es etwa 90 Arten. Die Hauptzeit ihres Lebens verbringen die Eintagsfliegen als Larven in Gewässern, ihren Namen erhielten sie wegen des kurzen Hochzeitsfluges der erwachsenen Tiere, die meist nur ein bis vier Tage, selten länger als eine Woche leben. In dieser kurzen Zeit finden Paarung und Eiablage statt.

Aufgrund ihrer Empfindlichkeit gegen Gewässerverschmutzungen stellen Eintagsfliegenlarven einen wichtigen Bioindikator für die Gewässergüte dar.

Die Männchen besitzen hochentwickelte Komplexaugen zum besseren Erkennen der Weibchen. Die Mundwerkzeuge sind verkümmert, da erwachsene Eintagsfliegen (Imagines) keine Nahrung zu sich nehmen. Der Darm wird beim Fliegen und zur Eiablage mit Luft gefüllt. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, die eine unvollständige Entwicklung (Hemimetabolie) durchlaufen, d.h., es findet keine Verwandlung über ein Puppenstadium statt.

Familie (Ephemeridae)

Dänische Eintagsfliege (Ephemera danica)
Tussenhausen, 29.05.2016, 28.05.2017 (2); wird auch als Große Eintagsfliege bezeichnet; häufigste Art in Mitteleuropa, fliegt für zwei bis vier Tage von Mai bis September, meist aber im Juni.

Die Weibchen legen ihre Eier im Wasser ab, nach der Eiablage sterben sie. Das Larvenstadium von zwei Jahren verbringen die Eintagsfliegen im Wasser, bevor sie mit der letzten Häutung in wenigen Minuten bis maximal drei Tagen vom Subimago zum ausgewachsenen Insekt (Imago) werden.

Die sehr ähnliche Gewöhnliche Eintagsfliege (Ephemera vulgata) hat auf allen Hinterleibssegmenten eine braune Zeichnung.


Familie Glashafte (Baetidae)

Fliegenhaft (Cloeon dipterum)
Tussenhausen, 29.05.2016, 28.05.2017 (2); verbreitet in Mitteleuropa, Nordasien und Nordafrika.
Die Larven ernähren sich von abgestorbener pflanzlicher Substanz, Algen oder auch lebenden und toten Wassertieren, z.B. Mückenlarven in stehenden oder langsam fliessenden Gewässern und sind wegen ihres Beitrages zur Gewässerklärung von ökologischer Bedeutung.


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Aktualisiert 05/2017