Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Ordnung Blätterpilze (Agaricales)
Familie Wulstlinge (Amanitaceae)

Vorkommen Juli bis Oktober im Laub- und Nadelwald, häufig unter Birken und Fichten; stark giftig, mitunter tödlich (Toxine Ibotensäure, Muscimol, Muscarin).

Durch das allgemein bekannte Aussehen machen e nur 1 bis 2 Prozent aller Pilzvergiftungen aus.

Der Fliegenpilz wurde in manchen Kulturen, z.B. bei einigen sibirischen Völkern, als Rauschmittel verwendet. Der Legende nach haben auch germanische Krieger früher kleine Mengen zu sich genommen, um durch die ekstatische Wirkung im Kampf keinen Schmerz zu spüren.
Im Münster-Tatort "Ein Fuß kommt selten allein" entdeckt der Vater von Kommissar Thiel den Fliegenpilz als Rauschmittellieferrant für sich.

Der Fliegenpilz ist ein positiv behaftetes Glücksymbol, in vielen Märchenillustrationen hat der leuchtend rote Pilz einen festen Platz.
Die Bezeichnung "Fliegenpilz" kommt wahrscheinlich daher, dass früher Fliegenpilzstücke in gezuckerte Milch gelegt wurden, um die Fliegen, die von der Milch naschten, zu töten.


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Aktualisiert 11/2016