Fliegenpilz (Amanita muscaria)

Ordnung Blätterpilze (Agaricales)
Familie Wulstlinge (Amanitaceae)

20. September 2007, Werdau, 27. September 2012, Jettingen-Scheppach, 16. September 2014, Werdau, 8. Oktober 2016, Tussenhausen, 30. Oktober 2016, Tussenhausen, 30. September 2017, Tussenhausen, 3. Oktober 2017, Jettingen-Scheppach; Vorkommen Juli bis Oktober im Laub- und Nadelwald, häufig unter Birken und Fichten; stark giftig, mitunter tödlich (Toxine Ibotensäure, Muscimol, Muscarin).
Durch das allgemein bekannte Aussehen machen Fliegenpilze nur 1 bis 2 Prozent aller Pilzvergiftungen aus.

Der Fliegenpilz wurde in manchen Kulturen, z.B. bei einigen sibirischen Völkern, als Rauschmittel verwendet. Der Legende nach haben auch germanische Krieger früher kleine Mengen zu sich genommen, um durch die ekstatische Wirkung im Kampf keinen Schmerz zu spüren.
Im Münster-Tatort "Ein Fuß kommt selten allein" entdeckt der Vater von Kommissar Thiel den Fliegenpilz als Rauschmittellieferrant für sich.

Der Fliegenpilz ist ein positiv behaftetes Glücksymbol, auch in vielen Märchenillustrationen hat der leuchtend rote Pilz einen festen Platz.
Die Bezeichnung "Fliegenpilz" kommt wahrscheinlich daher, dass früher Fliegenpilzstücke in gezuckerte Milch gelegt wurden, um die Fliegen, die von der Milch naschten, zu töten.

zurück zur Übersicht "Pilze"

Aktualisiert 11/2016